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Warum Dackel so gern graben & buddeln?

Wer einen Dackel im Garten beobachtet, kennt das Bild: Die Nase geht Richtung Boden, kurz darauf fliegt die Erde nach hinten. Dackel graben und buddeln ausgesprochen gerne – und das hat viel mit ihrer ursprünglichen Aufgabe als Jagdhund zu tun.

Ein Dackel gräbt und buddelt mit den Vorderpfoten in der Erde im Garten.

Das Verhalten ist deshalb zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Trotzdem kann es natürlich zum Problem werden, wenn regelmäßig Blumenbeete umgegraben werden oder der Dackel versucht, sich unter einem Zaun hindurchzubuddeln.

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Der Jagdinstinkt steckt bis heute im Dackel

Dass ein Dackel leidenschaftlich gräbt, kommt nicht von ungefähr. Die Rasse wurde über Generationen für die Jagd unter der Erde gezüchtet. Dackel sollten unter anderem in die Baue von Dachsen und Füchsen eindringen und dort selbstständig arbeiten. Der typische Körperbau des Dackels passt zu dieser Aufgabe: kurze Beine, ein langgestreckter Körper und kräftige Vorderläufe halfen ihm dabei, sich auch unter der Erde fortzubewegen. Bis heute steckt diese Veranlagung in vielen Dackeln.

Für einen Dackel ist der Boden voller Informationen, die wir Menschen überhaupt nicht wahrnehmen. Er riecht beispielsweise, ob sich dort zuvor ein anderes Tier aufgehalten hat oder ob unter der Erde etwas lebt. Ein interessanter Geruch aus einem Erdloch kann deshalb ausreichen, um den Buddelmodus einzuschalten.

5 Tipps für Dackel, die gerne buddeln!

Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich der Buddeltrieb sinnvoll lenken und gleichzeitig dafür sorgen, dass Garten und Dackel sicher bleiben.

#1 Buddelkiste anbieten

Eine eigene Buddelkiste oder Buddelecke gibt dem Dackel einen festen Platz, an dem Graben ausdrücklich erlaubt ist.

#2 Gefährliche Stellen sichern

Am Gartenzaun, an Straßen, bei giftigen Pflanzen oder an Stellen mit Kabeln & Leitungen darf der Dackel nicht  graben.

#3 Nasenarbeit als Alternative

Suchspiele & andere Formen der Nasenarbeit kommen seinem natürlichen Such- und Jagdtrieb entgegen.

#3 Buddeln umlenken

Statt das Graben grundsätzlich zu verbieten, den Dackel ruhig unterbrechen und zu seiner erlaubten Buddelstelle führen.

#3 Ursache im Blick behalten

Dackel buddeln nicht nur aus Jagdtrieb. Auch Langeweile oder überschüssige Energie können dahinterstecken.

Nicht jeder Dackel buddelt aus demselben Grund

Ein Dackel kann im Garten aus verschiedenen Gründen buddeln:

  • Interessante Gerüche: Mäuse, andere Kleintiere oder zuvor vorbeigelaufene Tiere können seine Aufmerksamkeit wecken.
  • Beschäftigung: Graben kann schlicht Spaß machen und körperlich wie mental beschäftigen.
  • Langeweile: Fehlen andere Beschäftigungsmöglichkeiten, kann der Garten schnell zum eigenen Projekt werden.
  • Abkühlung: An warmen Tagen kann unter der oberen Erdschicht kühlere Erde liegen.
  • Verstecken: Manche Hunde versuchen Futter, Kauartikel oder andere Dinge zu vergraben.

Entscheidend ist deshalb auch die Situation. Ein Dackel, der gelegentlich begeistert einem interessanten Geruch hinterhergräbt, zeigt etwas anderes als ein Hund, der ständig und scheinbar rastlos buddelt.

Häufige Fragen zum Graben und Buddeln beim Dackel - FAQ

Ja, an sicheren und geeigneten Stellen darf ein Dackel ruhig buddeln. Graben gehört zu seinem natürlichen Verhalten. Wichtig ist, Bereiche zu vermeiden, an denen Verletzungs- oder Ausbruchgefahr besteht.

Unerwünschtes Buddeln lässt sich begrenzen und umlenken. Statt das Graben grundsätzlich zu verbieten, sollte der Dackel lernen, wo er buddeln darf und wo nicht. Eine eigene Buddelstelle kann dabei helfen.

Ja, eine Buddelkiste bietet dem Dackel einen festen Platz, an dem er seinen natürlichen Buddeltrieb ausleben darf. Mit versteckten Leckerchen oder Spielzeug lässt sich die Buddelkiste zusätzlich interessant gestalten.

Plötzlich verstärktes Buddeln kann verschiedene Gründe haben. Neue Gerüche oder Tiere im Garten können ebenso dahinterstecken wie Langeweile, überschüssige Energie oder die Suche nach kühler Erde bei warmem Wetter.

Dackel können erstaunlich ausdauernd graben und dabei auch tiefe Löcher anlegen. Eine feste Grabtiefe gibt es jedoch nicht – sie hängt unter anderem vom Boden, der Motivation und davon ab, was der Dackel unter der Erde wittert.

Gräbt der Dackel gerne am Gartenzaun, kann ein Untergrabschutz verhindern, dass er sich darunter hindurchbuddelt. Dieser wird in den Boden eingelassen und sollte zur Grabfreude des Hundes sowie zur Bodenbeschaffenheit passen. Grabstellen am Zaun sollten zusätzlich regelmäßig kontrolliert werden.

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